Gesundheitsmythen an den Feiertagen: 10 Mythen im Faktencheck (und was wirklich hilft)
Die Feiertage sind eine Zeit zum Feiern, nicht zum Verzichten. Doch rund um die Festtage halten sich viele Gesundheitsmythen – dass Gewichtszunahme unvermeidlich ist, dass Sport bis Januar warten kann, dass Stress und kurze Nächte einfach dazugehören. Hier sind 10 verbreitete Mythen rund um die Gesundheit an den Feiertagen und einfache, realistische Wege, wie Sie sich gut durch die Festtage bringen.
Inhaltsverzeichnis
Mythos 1: Gewichtszunahme an den Feiertagen ist unvermeidlich
Der Mythos: Über die Feiertage nimmt jeder zu.
Die Realität: Studien deuten darauf hin, dass die durchschnittliche Gewichtsveränderung über die Feiertage geringer ist, als die meisten denken – oft unter einem Kilogramm. Wichtiger ist, gesunde Routinen beizubehalten, denn kleine Veränderungen können sich über die Jahre summieren.
Was hilft: Bleiben Sie in Bewegung, genießen Sie festliches Essen ohne schlechtes Gewissen und achten Sie darauf, wann Sie wirklich hungrig und wann Sie satt sind.
Mythos 2: Sport kann bis Januar warten
Der Mythos: Es ist in Ordnung, bis zum neuen Jahr komplett mit dem Sport zu pausieren.
Die Realität: Etwas Bewegung im Alltag tut Ihrer Energie, Ihrer Stimmung und Ihrem Schlaf gut – und macht den Januar deutlich leichter.
Was hilft: Setzen Sie auf kurze Aktivitäten, die Spaß machen: ein Familienspaziergang nach dem Mittagessen, Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren oder ein schnelles Workout zu Hause. Eine lockere Schritt-Challenge im Dezember mit Freunden oder Kolleginnen und Kollegen hilft dabei.
Mythos 3: Stress gehört zur Saison einfach dazu
Der Mythos: Viel Stress gehört an den Feiertagen einfach dazu.
Die Realität: Ein wenig Stress ist normal, aber Sie haben mehr Einfluss, als Sie denken.
Was hilft: Kennen Sie Ihre Auslöser – Einkaufen, Kochen, Reisen, Familie – und planen Sie voraus. Sagen Sie zu manchen Einladungen Nein und planen Sie bewusst Zeit zum Ausruhen ein. Auch Arbeitgeber können helfen: Lesen Sie, wie sich Feiertagsstress am Arbeitsplatz reduzieren lässt.
Mythos 4: Schlafmangel ist normal
Der Mythos: Kurze Nächte gehören zu den Festtagen dazu.
Die Realität: Schlaf ist Ihr bester Schutz vor Stress, schlechter Stimmung und Krankheit.
Was hilft: Stehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit auf, kommen Sie vor dem Schlafengehen zur Ruhe und verzichten Sie spätabends auf schwere Mahlzeiten und Bildschirme. Lesen Sie, wie Sie eine Abendroutine aufbauen.
Mythos 5: Gesundes Essen ist langweilig
Der Mythos: Festtagsessen ist entweder gesund oder lecker, aber nie beides.
Die Realität: Gesund und köstlich gehen Hand in Hand.
Was hilft: Ergänzen Sie traditionelle Gerichte um buntes Gemüse, Obst und Vollkornprodukte und probieren Sie leichtere Varianten eines Lieblingsrezepts.
Mythos 6: Zu viel essen lässt sich nicht vermeiden
Der Mythos: An den Feiertagen kann man gar nicht anders, als zu viel zu essen.
Die Realität: Leckereien gehören zur Festzeit dazu – was sich summiert, ist das gedankenlose Essen nebenbei.
Was hilft: Essen Sie langsam, genießen Sie bewusst, was Sie am liebsten mögen, und achten Sie auf den Unterschied zwischen echtem Hunger und Gewohnheit.
Mythos 7: Ein paar Drinks mehr machen nichts aus
Der Mythos: Mehr trinken gehört zum Feiern einfach dazu.
Die Realität: Weniger ist besser für die Gesundheit – die WHO weist darauf hin, dass es keine Alkoholmenge gibt, die für die Gesundheit unbedenklich ist. Alkohol stört außerdem den Schlaf.
Was hilft: Legen Sie vor der Feier ein Limit fest, trinken Sie abwechselnd Wasser oder alkoholfreie Getränke und sorgen Sie dafür, dass es bei Feiern gute alkoholfreie Alternativen gibt.
Mythos 8: Im Winter braucht man kein Wasser
Der Mythos: Ausreichend trinken ist nur im Sommer wichtig.
Die Realität: Geheizte Räume, Reisen und festliche Getränke können auch im Winter zu Flüssigkeitsmangel führen.
Was hilft: Halten Sie Wasser griffbereit und wählen Sie zwischen den Feiern alkoholfreie, zuckerarme Getränke. Lesen Sie, warum ausreichend Trinken so wichtig ist.
Mythos 9: Die mentale Gesundheit kann warten
Der Mythos: Körperliche Gesundheit reicht; um das psychische Wohlbefinden kann man sich nach den Feiertagen kümmern.
Die Realität: Die Feiertage können schwer sein – Einsamkeit, Trauer, Geldsorgen und Spannungen in der Familie sind weit verbreitet.
Was hilft: Achten Sie auf sich, reservieren Sie täglich ein paar Minuten für Ruhe – einen Spaziergang oder eine kurze Achtsamkeitsübung – und holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie sie brauchen.
Mythos 10: Gesunde Veränderungen beginnen im Januar
Der Mythos: Neujahrsvorsätze sind der beste Startpunkt.
Die Realität: Kleine Gewohnheiten, mit denen Sie jetzt beginnen, halten eher als große Vorsätze im Januar.
Was hilft: Wählen Sie eine kleine Gewohnheit – einen täglichen Spaziergang oder eine feste Schlafenszeit – und fangen Sie diese Woche an. Lesen Sie mehr über häufige Fehler beim Setzen von Zielen und wie Habit Stacking funktioniert.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie bleibe ich über die Feiertage gesund?
Bewegen Sie sich jeden Tag, schützen Sie Ihren Schlaf, genießen Sie Essen bewusst, trinken Sie weniger Alkohol und mehr Wasser und nehmen Sie sich Zeit für Erholung und Gemeinschaft.
2. Ist es in Ordnung, über die Feiertage eine Sportpause einzulegen?
Ein paar Ruhetage sind in Ordnung, aber leichte tägliche Bewegung wie Spaziergänge tut Ihrer Energie, Ihrer Stimmung und Ihrem Schlaf gut.
3. Wie können Unternehmen Mitarbeitende über die Feiertage unterstützen?
Schützen Sie freie Tage, kommunizieren Sie klare Erwartungen und bieten Sie eine lockere, freiwillige Challenge an, damit Routinen erhalten bleiben. Buchen Sie eine Demo, um eine solche Challenge einzurichten.