Gesundheitliche Vorteile von Zeit in der Natur: 8 wissenschaftlich belegte Effekte
Gestresst, müde oder am Schreibtisch festgefahren? Eine der einfachsten und günstigsten Gesundheitsgewohnheiten ist zugleich eine der am besten erforschten: Zeit draußen im Grünen. Hier sind acht wissenschaftlich belegte Vorteile von Zeit in der Natur, wie viel Naturzeit Sie wirklich brauchen und wie Sie sie leicht in einen vollen Arbeitstag einbauen.
Inhaltsverzeichnis
1. 8 gesundheitliche Vorteile von Zeit in der Natur
1.1. 1. Weniger Stress
Die Natur ist ein natürlicher Stresskiller. In einer Studie aus dem Jahr 2019 in Frontiers in Psychology führten 20–30 Minuten Sitzen oder Gehen an einem Ort, der sich nach Natur anfühlte, zum stärksten Rückgang des Stresshormons Cortisol.
1.2. 2. Bessere Stimmung und weniger Grübeln
Eine in PNAS veröffentlichte Stanford-Studie ergab, dass ein 90-minütiger Spaziergang in der Natur das Grübeln – wiederkehrende negative Gedanken – und die Aktivität einer Hirnregion verringerte, die mit dem Depressionsrisiko in Verbindung steht. Ein Spaziergang entlang einer stark befahrenen Straße hatte diesen Effekt nicht.
1.3. 3. Mehr Aufmerksamkeit und besseres Gedächtnis
Die Natur gönnt dem müden, konzentrierten Kopf eine Pause. In einer bekannten Studie der University of Michigan schnitten die Teilnehmenden nach einem Spaziergang in einem Arboretum bei Aufmerksamkeits- und Gedächtnistests besser ab als nach einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt.
1.4. 4. Mehr Kreativität
In einer Studie in PLOS ONE schnitten Menschen, die vier Tage ohne ihre Geräte in der Natur gewandert waren, bei einem Test zur kreativen Problemlösung um etwa 50 % besser ab als Menschen, die noch nicht aufgebrochen waren. Auch Gehen fördert die Kreativität – lesen Sie mehr über die Vorteile des Gehens.
1.5. 5. Mehr – und angenehmere – Bewegung
Parks, Wege und Wälder laden zum Gehen, Radfahren und Spielen ein. Ein systematisches Review in Environmental Science & Technology ergab, dass Bewegung in natürlicher Umgebung mit mehr Energie und Vitalität sowie weniger Anspannung, Ärger und Niedergeschlagenheit verbunden war als Training drinnen – und die Menschen gaben an, eher wieder draußen zu trainieren. Das ist wichtig, denn die WHO empfiehlt Erwachsenen 150–300 Minuten moderate Aktivität pro Woche.
1.6. 6. Bessere Herz- und Stoffwechselgesundheit
Ein großes Review mit mehr als 140 Studien brachte mehr Zeit im Grünen mit niedrigerem Cortisolspiegel, niedrigerer Herzfrequenz und niedrigerem diastolischem Blutdruck in Verbindung – sowie mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
1.7. 7. Besserer Schlaf
Tageslicht, besonders am Morgen, hilft, die innere Uhr zu stellen – und das fördert guten Schlaf in der Nacht. Zeit im Freien ist der einfachste Weg dorthin: Selbst an bewölkten Tagen ist das Licht draußen viel heller als die Beleuchtung drinnen. Lesen Sie, warum Ihr Wellness-Plan für den Herbst auf das Tageslicht ausgerichtet sein sollte.
1.8. 8. Möglicherweise ein stärkeres Immunsystem
Kleine japanische Studien zum „Waldbaden“ (Shinrin-yoku) unter der Leitung von Dr. Qing Li fanden nach Waldaufenthalten eine erhöhte Aktivität natürlicher Killerzellen – eines Teils des Immunsystems. Da die Studien klein waren, ist das vielversprechend, aber nicht bewiesen.
2. Wie viel Zeit in der Natur brauchen Sie?
Eine Studie mit fast 20.000 Menschen in England ergab, dass Menschen, die mindestens 120 Minuten pro Woche in der Natur verbrachten, deutlich häufiger von guter Gesundheit und hohem Wohlbefinden berichteten als Menschen, die keine Zeit in der Natur verbrachten. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Zeit aus einem langen Ausflug oder mehreren kurzen bestand. Das sind etwa 20 Minuten pro Tag – ein Spaziergang im Park in der Mittagspause.
3. Einfache Wege zu mehr Zeit in der Natur
- Gehen Sie in der Mittagspause spazieren – im nächstgelegenen Park, selbst für 15–20 Minuten.
- Verlegen Sie Meetings nach draußen. Lesen Sie, wie unser Team Walking-Meetings zur täglichen Gewohnheit gemacht hat.
- Ändern Sie Ihren Arbeitsweg. Gehen oder radeln Sie einen Teil der Strecke – siehe die Challenge „Autofrei zur Arbeit“.
- Holen Sie die Natur nach drinnen. Forschende der University of Exeter fanden heraus, dass Pflanzen in karg eingerichteten Büros die Produktivität um etwa 15 % steigerten.
- Planen Sie Ausflüge am Wochenende – eine Wanderung, einen Waldspaziergang oder eine Radtour mit Familie oder Freunden.
- Machen Sie eine Team-Challenge daraus. Eine Walking-Challenge oder eine virtuelle Reise mit einer Distanz-Challenge gibt allen einen Grund, nach draußen zu gehen. Ideen finden Sie unter 5 Ideen für mehr Engagement im Sommer.
4. Sicher unterwegs im Freien
Kleiden Sie sich dem Wetter entsprechend, schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne, trinken Sie genug und seien Sie bei Hitze besonders vorsichtig. Lesen Sie, wie Sie bei Sport im Freien bei Hitze sicher bleiben. In den dunkleren Monaten tragen Sie etwas Reflektierendes – und werfen Sie einen Blick auf 10 Tipps, um aktiv zu bleiben, wenn die Tage kürzer werden.
5. Häufig gestellte Fragen
5.1. Was sind die wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von Zeit in der Natur?
Weniger Stress, bessere Stimmung, mehr Aufmerksamkeit, mehr Kreativität, mehr Bewegung, ein gesünderes Herz und besserer Schlaf.
5.2. Wie viel Zeit sollte man in der Natur verbringen?
Die Forschung legt mindestens 120 Minuten pro Woche nahe, zum Beispiel 20 Minuten am Tag. Schon 20–30 Minuten am Stück können Stress senken.
5.3. Zählt auch ein Stadtpark?
Ja. Stadtparks, baumgesäumte Straßen, Gärten und Uferwege zählen alle als grüne oder blaue Räume.
5.4. Wie können Unternehmen Mitarbeitende ermutigen, nach draußen zu gehen?
Fördern Sie Mittagspausen und Walking-Meetings und führen Sie Walking- oder Distanz-Challenges im Team durch. Buchen Sie eine Demo, um zu sehen, wie YuMuuv helfen kann.