Infografik zur körperlichen Aktivität – Wearables und Aktivität

Infografik zur körperlichen Aktivität: Erkenntnisse von über 8.000 Nutzern

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YuMuuv Physical Activity Infographic

Lassen sich Menschen zu einem körperlich aktiven Lebensstil motivieren – und wie wird aus äußerer Motivation eine innere Gewohnheit? Diese Fragen stehen seit Beginn im Mittelpunkt von YuMuuv, als Teil des Kampfes gegen das globale Problem unzureichender körperlicher Aktivität. Anfang 2022 haben wir die Aktivitätsdaten von mehr als 8.000 YuMuuv-Nutzerinnen und -Nutzern analysiert, um zu sehen, wie das verwendete Gerät, das Alter und das Geschlecht mit dem Aktivitätsniveau zusammenhängen. Hier sind die fünf wichtigsten Ergebnisse.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  1. Nutzende mit Herzfrequenzgeräten machten 19 % mehr Schritte als Nutzende von Handgelenkgeräten ohne Herzfrequenzmessung.
  2. Nutzende von Sportuhren sammelten 85 % mehr Intensitätsminuten als Smartwatch-Nutzende.
  3. Die täglichen Schritte von Sportuhr- und Smartwatch-Nutzenden unterschieden sich nur um 2 %.
  4. In unserer Nutzerbasis stieg die Aktivität mit dem Alter.
  5. Das biologische Geschlecht machte keinen nennenswerten Unterschied bei der Aktivität.

Forschungsfragen

Wir wollten das Profil der YuMuuv-Nutzenden erfassen und prüfen, ob persönliche Merkmale oder die Art des Geräts die Aktivität beeinflussen. Dazu haben wir drei Fragen gestellt:

  1. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Gerät einer Person und ihrer Aktivität?
  2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter einer Person und ihrer Aktivität?
  3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Geschlecht einer Person und ihrer Aktivität?

Stichprobe und Einschränkungen

Die Stichprobe umfasste Nutzende im Alter von 18 bis 73 Jahren: 4.719 Personen mit regelmäßigen Herzfrequenz- und Aktivitätsdaten im ersten Quartal 2022 sowie 3.728 Nutzende ohne Herzfrequenzdaten als Referenzgruppe. Die Nutzenden hatten Garmin, Fitbit, Polar, Suunto, Huawei, Apple Health und Google Fit verbunden. Nutzende von Apple Health und Google Fit haben wiederum möglicherweise Geräte von Drittanbietern verwendet.

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Wearable devices 2

Die Messeigenschaften der Geräte selbst haben wir nicht untersucht (zum Beispiel, wie Polar-Geräte Aktivität berechnen). Aufgrund der damaligen Integrationsgrenzen erhielten wir von Polar und Suunto nur die Herzfrequenz während des Trainings und von Huawei seltenere Herzfrequenzdaten. Wir gehen nicht davon aus, dass diese Einschränkungen die Gesamtaussagen verändern.

Vor allem handelt es sich um eine Analyse ausschließlich der YuMuuv-Nutzerbasis, die möglicherweise nicht für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ist – einige Ergebnisse widersprechen sogar breiter angelegter Forschung. Wir können nicht für jedes Ergebnis eine wissenschaftliche Erklärung liefern, deshalb teilen wir neben den Statistiken auch unsere erfahrungsbasierten Interpretationen.

5 Ergebnisse aus den Daten

1. 1. Nutzende mit Herzfrequenzgeräten machen 19 % mehr Schritte

Zuerst haben wir die Schritte verglichen. Nutzende, die nur ein Smartphone verwendeten, machten über 40 % weniger Schritte als Besitzer von Herzfrequenzgeräten – teils, weil Smartphones als Schrittzähler weniger genau sind und nicht den ganzen Tag getragen werden. Deshalb haben wir die Smartphone-Nutzenden ausgeschlossen und Handgelenkgeräte mit und ohne Herzfrequenzmessung verglichen: Nutzende mit Herzfrequenzmessung kamen im Schnitt auf 8.853 Schritte pro Tag gegenüber 7.426 – etwa 19 % mehr.

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Heart rate device owner

Wir glauben, dass die Möglichkeit, die eigene Herzfrequenz zu sehen, das Bewusstsein schärft und beeinflusst, wie intensiv sich Menschen bewegen. Deshalb empfehlen wir Arbeitgebern oft, Mitarbeitenden zu einem Herzfrequenz-Tracker zu verhelfen – lesen Sie, warum Arbeitgeber Mitarbeitenden zu einem Wearable verhelfen sollten, und mehr über die Vorteile eines Fitness-Trackers.

2. 2. Sportuhr-Nutzende sammeln 85 % mehr Intensitätsminuten

Als Nächstes haben wir die Herzfrequenz-Nutzenden in Sportuhren (Garmin, Polar, Fitbit, Suunto) und Smartwatches (Apple Health, Google Fit, Huawei) unterteilt. Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche; in dieser Studie haben wir als Intensitätsminuten die Minuten oberhalb von 65 % der geschätzten maximalen Herzfrequenz gezählt. Sportuhr-Besitzer kamen im Schnitt auf 21 Minuten 37 Sekunden Intensität pro Tag, Smartwatch-Besitzer auf 11 Minuten 39 Sekunden – etwa 85 % mehr bzw. fast zehn zusätzliche Minuten jeden Tag.

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Sport vs Smart

Warum? Manche Menschen, die sich für eine Sportuhr entscheiden, neigen ohnehin zu intensivem Training, und Sportuhren sind eher auf Workouts ausgelegt als auf Benachrichtigungen und Apps. So oder so lohnt es sich, das bei der Wahl eines Geräts zu berücksichtigen.

3. 3. Bei den Schritten gibt es kaum Unterschiede zwischen Sportuhr- und Smartwatch-Nutzenden

Wir hatten erwartet, dass sich der Unterschied bei der Intensität auch in den Schritten zeigt. Das war nicht der Fall: Die Durchschnittswerte unterschieden sich nur um etwa 2 % (8.498 vs. 8.327 Schritte pro Tag). Hätten wir Polar-Nutzende wegen der Art, wie ihre Schritte berechnet werden, ausgeschlossen, wäre die Differenz auf höchstens 6,5 % gestiegen.

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number of steps

Unsere Interpretation: Schritte sind unabhängig vom Fitnesslevel das einfachste und zugänglichste Ziel. Trainingsorientierte Menschen sind mit ihren Workouts zufrieden und jagen keinen zusätzlichen Schritten hinterher, während Smartwatch-Nutzende sich stärker auf die Bewegung über den Tag verteilt konzentrieren.

4. 4. Die Aktivität steigt mit dem Alter

Als wir die Nutzenden in Altersgruppen einteilten, stellten wir fest, dass die Aktivität mit dem Alter zunahm: Im Durchschnitt brachte jedes zusätzliche Lebensjahr 47 Schritte und 36 Sekunden Intensität mehr pro Tag. Der Trend war bei Schritten, Intensität und verbrannten Kalorien im Verhältnis zum Grundumsatz einheitlich.

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Age groups

Das steht im Gegensatz zu breiter angelegten Studien, die zeigen, dass die Aktivität mit dem Alter meist abnimmt. Ein wahrscheinlicher Grund: Ältere YuMuuv-Nutzende sind eine selbstselektierte Gruppe – technikaffiner und gesundheitsbewusster als Gleichaltrige. Es könnte auch Unterschiede in den Berufen widerspiegeln, die wir nicht erfassen. So oder so deutet es darauf hin, dass es sich auszahlen kann, älteren Mitarbeitenden einfache Tracking-Tools an die Hand zu geben.

5. 5. Das biologische Geschlecht beeinflusst die Aktivität nicht

Die Stichprobe umfasste 2.735 Frauen und 1.984 Männer. Frauen machten nur 0,92 % mehr Schritte als Männer – innerhalb der statistischen Fehlertoleranz. Männer sammelten etwa 3,5 % mehr Intensitätsminuten, und die verbrannten Kalorien im Verhältnis zum Grundumsatz waren fast identisch (1,51 bei Frauen, 1,49 bei Männern). Mit anderen Worten: Das Aktivitätsniveau war praktisch gleich – ein gutes Argument dafür, Aktivität mit einer individuell angepassten Formel zu messen, wie unserem Aktivitätsindex.

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Sex: male vs female

Was das für Arbeitgeber bedeutet

Gerätefunktionen und Alter hatten einen gewissen Einfluss auf die Aktivität, das Geschlecht dagegen nicht. Die praktischste Erkenntnis: Mitarbeitenden zu einem Herzfrequenz-Tracker zu verhelfen, ist eine der einfachsten Möglichkeiten, mehr und intensivere Alltagsbewegung zu fördern – eine kleine Investition im Vergleich zum möglichen gesundheitlichen Nutzen. Denken Sie daran, dass diese Ergebnisse die YuMuuv-Nutzerbasis beschreiben, nicht die Gesamtbevölkerung. Aktuelle Zahlen finden Sie in unserem Wellness-Benchmark-Bericht.

Sie möchten Ihren Mitarbeitenden mit sehr wenig Aufwand zu mehr Bewegung verhelfen? Buchen Sie eine Demo – sprechen wir über Ihre Anforderungen.

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Device data